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Bewegung tut gut

Zum Laufen geboren

Rückenschmerzen galten lange Zeit als Folge unseres aufrechten Gangs. Doch das stimmt nicht. Vergleiche zwischen uns Menschen und Affen zeigen: Unser Rücken taugt in Wahrheit bestens für die Bewegung auf zwei Beinen.

Der Rücken des Menschen ist zwar, stammesgeschichtlich gesehen, eine uralte Konstruktion, aber wahrlich keine Fehlkonstruktion. Dennoch war die Menschheit noch nie so kraftlos und unbeweglich wie heute und Probleme mit unserem Bewegungsapparat, hier sind die Rückenschmerzen an erster Stelle zu nennen, sind zum Volksleiden Nummer 1 geworden.

Zeichen dieser Degeneration sind zum Beispiel Fetteinlagerungen in die Muskeln,und langsamer Muskelschwund, was auf Dauer zu heftigen Schmerzen führen kann.

Wir sind eben geboren Läufer, die eigentlich jeden Tag 30 Kilometer gehen müssten – aber an vielen Tagen kommen wir nicht mal ein paar hundert Meter weit.

Das Fazit: wir müssen unsere Muskulatur wieder viel stärker bewegen und trainieren, um nicht weiterhin Schaden an unserem Bewegungsapparat zu nehmen. Ein erster Ansatz, diese Erkenntnisse zu beherzigen, wäre, sich einen Hund anzuschaffen und mit ihm Gassi gehen - jeden Tag.

Das Kreuz mit dem Kreuz

Keinen Rückenschmerz zu haben, ist beinahe nicht mehr normal. Mehr als 80 Prozent aller Deutschen spüren ihn mindestens einmal im Leben. Hexenschuss, Ischias, Nacken- und Lendenschmerzen sind nach dem Schnupfen der zweithäufigste Grund für den Arztbesuch und zynische Zungen behaupten, der Kreuzschmerz sei eine "übertragbare Krankheit".

Mittlerweile ist bekannt, dass dauerhafte seelische Anspannung und ständiger Stress krankmachende Vorgänge auslösen kann, die zu Schmerzen führen können oder bestehende verstärken. Fast alle Menschen mit Rückenschmerzen leiden unter einem Muskelschwund, mit weniger Bewegung in Folge, was wiederum noch kränker macht, denn ohne das Muskelkorsett verliert unsere Wirbelsäule ihren natürlichen Schutz, wird instabil und anfällig für schmerzhafte Verspannungen. Verschlissene Wirbel kann zwar niemand wieder heil machen, aber Muskeln in Bewegung halten und die Seele stärken, kann dem Rückenschmerz die Stirn bieten.

Etwas tun - Aktiv werden und in Bewegung bleiben

Rückenbeschwerden ohne ernsthafte Schäden bessern sich durch Wärme und Bewegung, außerdem gilt die Grundregel, nicht das Bett zu hüten, sondern in Bewegung bleiben. Damit kann man vermeiden, dass aus akuten Schmerzen chronische oder immer widerkehrende Schmerzen werden.

Die meisten Sportarten reichen allerdings nicht aus, um die Rücken- und Bauchmuskulatur ausreichend zu stärken. Ein zusätzliches Kräftigungstraining für die sogenannten individuellen Schwachstellen ist durchaus sinnvoll. Besonders rückenfreundliche oder rückenfeindliche Sportarten gibt es aus wissenschaftlicher Perspektive nicht, manche Sportarten fordern bestimmt Muskelgruppen stärker, doch grundsätzlich gilt: jede Form der Bewegung ist besser als vermeintliche Schonung auf dem Sofa.



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