Was tun, wenn es passiert ist? Schnell ist es im Alltag, Job oder Haushalt geschehen: Man knickt um, stößt sich, fällt hin und tut sich dabei so richtig weh. Oft wird die entsprechende Körperstelle blau-grün und schmerzt auch noch nach dem Stoß. Die Bewegungsfreiheit ist „schlagartig“ eingeschränkt.
Prellungen, Zerrungen und Verstauchungen sind Verletzungen, die häufig in Verbindung mit Blutergüssen auftreten. Zwar ist nichts offen und nichts gebrochen, aber trotzdem sind sie oft äußerst schmerzhaft. Bei Prellungen reißen unter der intakten Haut Blutgefäße. Die Folge: Das Blut sickert in die Zellzwischenräume. Da es von dort nicht abfließen kann, erhöht sich der Druck auf das umliegende Gewebe und verursacht den Schmerz.
Bei Zerrungen sind die Muskeln oder Sehnen überdehnt worden, die das Gelenk umgeben. Sie treten meist nach plötzlichen, unkoordinierten Bewegungen auf. Hierbei kann es zu Schwellungen, Hämatomen, Schmerzen und Funktionseinschränkungen kommen. Handelt es sich um eine Zerrung der Bänder, spricht man von einer Verstauchung.
Wer sofort handelt, kann entstehende Blutergüsse, Schwellungen und Schmerzen minimieren. Für die persönliche Erstbehandlung gibt es eine ganz einfache Formel, nach der man handeln sollte: PECH!
Pause: Wichtig ist die Ruhigstellung des betroffenen Körperteils – denn weitere Bewegung kann zu einer stärkeren Schwellung führen.
Eis: Die sofortige Kälteanwendung lindert nicht nur den Schmerz, sondern kann auch die Blutung und die Schwellung vermindern. Doch Achtung: Der direkte Hautkontakt mit der Kühlquelle sollte durch das Unterlegen von dünnem Stoff vermieden und Kühlpausen eingelegt werden.
Compression: Der elastische Druckverband darf keineswegs zu straff gewickelt sein und auch die Kompression ist wie die Kühlung zwischendurch zu unterbrechen.
Hochlagern: So wird der Rücklauf von Blut und Lymphe begünstigt und eine weitere Anschwellung minimiert.